Intravenöse regionale Sympathikusblockade

Der Sympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems, den Sie selbst nicht steuern können. Er reguliert z.B. den Herzschlag, Atmung, die Schweißsekretion oder die Durchblutung. Er hat aber auch einen großen Anteil an bestimmten chronischen Schmerzen.

Die intravenöse Sympathikusblockade unterbricht durch die Einwirkung bestimmter Medikamente vorübergehend oder auf Wunsch und mit anderen Medikamenten auch dauerhaft die Schmerzleitung sympathischer Nervenfasern. Ziel ist dieser Unterbrechung der Nervenleitung ist eine Verringerung der Schmerzen oder die Diagnostik der Schmerzursache.

Die Blockade kann aber auch dazu dienen, die Schmerzursachen zu erkennen Durchblutung in bestimmten Körperregionen zu verbessern.

In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich. Sie werden meist ambulant durchgeführt, d.h. Sie können nach einer Beobachtungszeit nach Beendigung der Blockade wieder entlassen werden.

Vorgehen

In ein Blutgefäß am betroffenen Arm oder Bein, wird zunächst eine Verweilkanüle gelegt, ebenso auch am anderen Arm zur Gabe von eventuell notwendigen Medikamenten. Von den Fingern oder Zehen an wir eine Gummibinde fest um den Arm oder Bein gewickelt, um die Venen blutleer zu machen.

 

 

Dann wird eine Blutdruckmanschette angelegt, um den Blutfluss in den Körper vorübergehend zu verhindern.

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Das Einspritzen des Medikamentes kann etwas schmerzhaft sein, daher wird gelegentlich zuvor ein örtliches Schmerzmittel (Lokalanästhetikum) in die Vene gespritzt.

 

Mögliche Nebenwirkungen

Komplikationen wie  Herz / Keislauf – oder Atemstillstand und selten allergische Reaktionen.

Sinkt der Blutdruck nach dem öffnen der Blutdruckmanschette rasch ab, so lässt sich dies in der Regel auch wieder schnell beheben. Sehr selten führt die Manschette zu Durchblutungsstörungen oder Nervenschäden, die sich nicht beheben lassen.

Medikamente, die wir im Rahmen der Blockade verwenden, können unerwünschte Wirkungen haben. Da diese vor allem von bestimmte Vorerkrankungen abhängig sind werden in der Anamnese dazu gezielt abgefragt.

Begleitende Maßnahmen

Auch begleitende Maßnahmen, wie das Anlegen eines venösen Zugangs oder eventuell notwendig werdende Nachbehandlungen (z.B. Injektionen, Infusionen) sind nicht immer frei von Risiken. So können in Einzelfällen Infektionen auftreten oder Nerven und Blutgefäße können verletzt werden.

 

Wichtiger Hinweis

Wegen eventueller Nachwirkungen der Behandlung darf frühestens am nächsten Tag wieder aktiv am Straßenverkehr teilgenommen werden.

Es sollte auch eine Abholung bei Entlassung der Behandlung erfolgen und eine Beobachtung von einem Angehörigen ist für den Tag erforderlich.