Wir waren mit einem Informationsstand vom 16.Mai bis 18.Mai 2019 auf der Rehab in Karlsruhe. Wir waren überwältigt von dem Andrang, wir konnten vielen Betroffene Tipps und wichtige Hinweise zu Ärzten, Therapeuten und Behandlungsmethoden an die Hand geben . Nicht nur Betroffene kamen, auch viele Physio- und Ergotherapeuten schauten an unserem Stand vorbei, um sich über unsere Arbeit und das CRPS Netzwerk zu informieren. Dabei wurden uns auch Kooperation angeboten, die wir natürlich gerne angenommen haben. Etwas bemerkenswertes war uns aufgefallen, denn es waren vielen Jugendlichen, die sich bei uns über unsere Erkrankung informierten.

Unsere Flyer und Broschüren, die McGill Schmerzskala, Visitenkarten , Kugelschreibern und orangenen Schleifen wurden gut angenommen. Wir konnten sehr viele interessante Gespräche führen. Ich wurde auf der Messe sogar von Betroffenen besucht ,denen ich am Telefon schon hilfreich Unterstützung gegeben hatte. Auf der Messe traf ich dann noch die Mutter von Samuel Koch und wir haben uns noch eine Weile unterhalten.

Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter ergänzten sich sehr gut bei der Standbesetzung auf der Messe. Dieses mal konnte man feststellen das man als behinderter und selbst betroffener Mensch, zwar etwas besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus extra eingesetzt ) zum Messegelände kommt, aber die normalen Busse sind teilweise nicht mehr in der Lage die Rampe auszuklappen da sie so marode (halb abgerissen) waren, die einzelnen Fahrer entscheiden dann auch noch das nur ein Rollstuhlfahrer mitgenommen wird, wenn ein Kinderwagen oder Rollator mitfahren, das könnte man noch verstehen – aber wenn man dann mit nur 2 Rollstühlen vorm Buss steht und dann nicht mit genommen wird ist es schon Willkür. Dieses Jahr war es tatsächlich ein behindertengerechtes Zimmer im Hotel die Tiefgarage und Frühstücksraum waren ebenfalls barrierefrei, das ist keine Selbstverständlichkeit in Karlsruhe und das obwohl hier schon seit 1980 die große Rehabilitationsmesse Rehab stattfindet . Leider sind noch immer viele Lokalitäten nur durch eine Stufe, zu erreichen oder nur durch einen Hintereingang. Aber wir hatten Glück und man hat uns da sehr unterstützt das wir dort speisen konnten. Auch die Bewirtung hatte aufgrund unserer Einschränkungen Interesse um zu erfahren was denn da hinter steckte. Wir haben in einem netten Gespräch alle Fragen beantwortet und das schöne war, ohne zu zögern wurde mein Essen dann am Tisch vom Knochen ausgelöst, in mundgerechte Stücke auf dem Teller angerichtet. Das hat man nicht überall .