Der Sympathikus als wesentlicher Teil des vegetativen Nervensystems spielt in der Medizin noch eine untergeordnete Rolle. Der Grund dafür ist, dass Sympathikus bedingte Erkrankungen wenig bekannt sind und es bisher kaum eine effektive Behandlungsmethode gibt. Wir betreten damit fast Neuland.

Die Sympathikustherapie beschreibt Kombinationen von Reflextherapie und einfachen Formen der Chirotherapie, die sanft, ungefährlich und leicht zu erlernen sind. Die wichtigste Frage zur Anamnese ist: Haben Sie Ruheschmerzen oder Dauerschmerzen? Werden diese Fragen bejaht, kann direkt mit der Diagnostik begonnen werden. Wesentlich ist hierbei die Suche nach Blockierungen und das Auffinden eines (oder mehrerer) schmerzhaften Tenderpoints.

Zum Beispiel können sich folgende Krankheiten mit nur wenigen Behandlungen wesentlich bessern: Kopfschmerzen, Migräne, Heberdenarthrose, Daumengelenkschmerzen, Schulterschmerzen in Ruhe, Zosterneuralgie, nächtliches Sodbrennen, Herzrhythmusstörungen in Ruhe, Fersenschmerzen, Achillessehnenreizungen, Kribbelgefühle in Armen oder Beinen.

Die Therapie ergibt sich aus der Diagnostik und kann unmittelbar danach erfolgen. Auch der Erfolg zeigt sich in vielen Fällen sofort.

 

(c) Dr. Heiner Steinrücken / sympathikustherapie.de

Spezieller Anwendungsfall: Morbus Sudeck / CRPS

Der Morbus Sudeck ist ein Art Fehlsteuerung im vegetativen Nervensystem. Er tritt gewöhnlich nach Verletzungen, am häufigsten nach Knochenbrüchen auf. Statt einer normalen Heilung wird der Arm zunehmend dicker und überempfindlicher. Er schwillt später kaum noch ab, schmerzt fast pausenlos und die Beweglichkeit wird immer schlechter. Später findet man im Röntgenbild eine fleckige Entkalkung, weil die Erkrankung alle Gewebe, auch den Knochen betrifft.

Das schulmedizinische Behandlungspektum umfasst Lymphdrainagen, ganz vorsichtige Krankengymnastik, Schmerzmittel (die oft nur wenig helfen) und Blockaden der Arm- oder Beinnerven. Die Erkrankung kann am Arm oder am Bein auftreten.

Hier kann die Sympathikus-Therapie oft rasch helfen. Nach wenigen Behandlungen im Bereich der oberen Brustwirbelsäule gehen Schmerzen und Schwellung zurück.

Wichtiger Hinweis: Die Sympathikustherapie ist eine neue Behandlungsform, die auf den Erfahrungen weniger Ärzte beruht. Auch wenn ihr Einsatz in vielen Fällen überraschend schnell und zuverlässig ist, so ist ihr Einsatz noch nicht nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin wissenschaftlich hinreichend abgesichert. Ein Erfolg der Sympathikustherapie kann, wie bei fast allen medizinischen Behandlungen, nicht gewährleistet werden.

(c) Dr. Heiner Steinrücken / sympathikustherapie.de

Quelle:sympathikustherapie.de

Morbus Sudeck (komplexes regionales Schmerzsyndrom) ist eine neurologisch-orthopädisch-traumatologische Erkrankung. Betroffene haben Schmerzen im Arm oder im Bein, wobei der Schmerz überwiegend in der oberen Extremität lokalisiert ist.

Bislang waren die genauen Ursachen des Morbus Sudeck nicht bekannt. Wissenschaftler und Ärzte haben beobachtet, dass der Ausbruch häufig mit einer Entzündung, einem Trauma oder einer Operation in Verbindung steht. Daher wird davon ausgegangen, dass diese ursächlich für die Erkrankung sind. Die Sympathikus-Therapie hat dafür eine andere Erklärung. Ursache, bzw. Ursprung der Erkrankung ist nicht das Trauma oder die Operation (z.B. die operative Versorgung nach einem Knochenbruch), sondern der Auslöser liegt an anderer Stelle: In der Wirbelsäule. Schon bereits vor dem Trauma hatte der Patient mit sehr großer Sicherheit eine Blockierung in der Wirbelsäule, die dann sekundär die Heilungsstörung verursacht.

Der Verlauf des Morbus Sudeck ist durch verschiedene Phasen gekennzeichnet. Zunächst kommt es zu Schmerzen in der verletzten Extremität. Die Schmerzen werden als Dauerbrennen oder starkes Kribbeln beschrieben. Leichte Berührungen verschlimmern das Schmerzempfinden. Nach vier Wochen tritt die zweite Krankheitsphase ein. In dieser kommen Schwellungen hinzu. Es kommt zu Wassereinlagerungen in den betroffenen Extremitäten. Hautfarbe und Hauttemperatur verändern sich. Der Grund dafür ist die gestörte Blutversorgung. Starkes Zittern und krampfähnliche Bewegungen sind zu beobachten. In der dritten Phase kommt es zu Kraftlosigkeit, die zu Steifheiten führen kann.

Bei schweren Verlaufsformen ist die schulmedizinische Therapie eine Blockade des Sympathikus-Grenzstranges mit einem Lokalanästhetikum. Dieses ist dann die einzige Möglichkeit den Krankheitsverlauf zu unterbrechen.

Was schafft Abhilfe?

Alle regionalen-chronischen Krankheiten, welche sich in körperlicher Ruhe verschlechtern, stellen praktisch gesehen eine kleine, schwache Form des Morbus Sudecks dar. Dr. Dieter Heesch nennt dies daher einen “Minor Sudeck“. Sie entstehen durch eine Irritation des Sympathikus-Grenzstranges durch einzelne Wirbelblockaden. Sie führen durch die enge Lage zum Grenzstrang zu einer direkten Störung desselben. Diese Irritation führt dann zu einer Ernährungsstörung des Areals, welches der Sympathikus versorgt. In der Sympathikus-Therapie wird der Sympathikus aber nicht betäubt sondern der ihn irritierende Wirbel wird wieder in die Normalposition gebracht. Damit hebt man die Sympathikus-Störung direkt da auf, wo sie entsteht: am Grenzstrang selber.

Auch der echte Morbus Sudeck, also der nach einem Trauma entstehende, wird durch so eine Wirbelblockade hervorgerufen. Dies ist die eigentliche Ursache. Erkennt man den Sudeck noch im Anfangsstadium, so kann man ihn sehr gut und schnell mit der Sympathikus-Therapie heilen. Damit ist auch der Entstehungsmechanismus eines Morbus Sudeck erklärt.

Quelle:  sympathikus-therapie.de